Freiwillige Feuerwehr Lauschied  

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Rauchmelder retten Leben

Täglich sterben im bundesdeutschen Durchschnitt zwei Menschen an einer Rauchgasvergiftung . Nicht durch Brandverletzungen oder gar herabstürzende Teile durch ein Feuer.

Rauch ist geräuschlos und immer schneller als das Feuer selbst. Die meisten Menschen werden durch ein Feuer im Schlaf überrascht - das tragische daran ist, dass die meisten Brandopfer das Feuer gar nicht bemerken und um Schlaf ersticken. Hilfe kommt in den meisten Fällen dann zu spät. Die Bewustlosigkeit führt dazu, dass sich Brandopfer dann nicht verständigen und um Hilfe rufen können.

Verantwortlich dafür ist ein erhöhter Kohlenmonoxidgehalt in der Luft. Er macht Menschen durch einatmen zunächst bewusstlos. Das Kohlenmonoxid gelangt über die Lungen ins Blut und hämmt dort den Sauerstofftransport, was zum Erstickungstod führt. Dabei werden die meisten Brände nicht wie angenommen, durch Fahrlässigkeit mit Kerzen o.ä. ausgelöst - die meisten Brände entstehen durch technische Defekte oder unzureichend gewartete Elektroanlagen. Dies sind die Ursachen für rund 200.000 Brände im Jahr die zu durchschnittlich 40 Erstickungstoten im Monat führen.

 

Die Zusammensetzung der Rauchgase hängt von dem Material ab, welches brennt. Pauschal kann man aber sagen, dass sich Brandrauch aus mehreren Komponenten zusammensetzt:

Ruß
Ruß ist kein Gas, er besteht aus kohlenstoffhaltigen Partikeln unvollständig verbrannter Materialien. Er tritt besonders dann auf, wenn eine Verbrennung sehr schnell abläuft und nicht genügend Sauerstoff nachströmen kann. Rußpartikel können Lungenkrebs hervorrufen.

Kohlendioxid (CO2)
Kohlendioxid entsteht bei einer Verbrennung von organischen Stoffen unter Zufuhr von ausreichend Sauerstoff. Das Gas ist schwerer als Luft und wirkt erstickend. Die Gefahr liegt darin, dass es den Sauerstoff der Luft verdrängt.

Kohlenmonoxid (CO)
Anders als bei Kohlendioxid entsteht Kohlenmonoxid bei Verbrennungen unter Sauerstoffmangel. Das Gas selber ist giftig, es hemmt den Sauerstofftransport im Blut.

Chlorwasserstoff (HCl)
Bei der Verbrennung von Stoffen, die das Element Chlor enthalten (z. B. PVC), kann sich Chlorwasserstoffgas bilden. Bei Kontakt mit Wasser, z. B. auf den Schleimhäuten, bildet sich ätzende Salzsäure.

Stickoxide (NO/NO2)
Stickoxide (Stickstoffmonoxid und Stickstoffdioxid) entstehen bei der Verbrennung stickstoffhaltiger Produkte wie NPK-Dünger und verbrennen mit einer charakteristischen Braunfärbung. Sie sind schwerer als Luft und sehr giftig.

Schwefeloxide (SOx)
Schwefeloxide entstehen bei der Verbrennung schwefelhaltiger Stoffe, wie z. B. vulkanisiertem Gummi. Schwefeldioxid (SO2) und in kleineren Mengen Schwefeltrioxid (SO3) bilden ähnlich wie Chlorwasserstoff in Verbindung mit Wasser Säuren und sind ätzend sowie giftig.

Dioxine (PCDD/PCDF)
Der Begriff Dioxine beschreibt Stoffe, die oft auch als „Ultragifte“ bezeichnet werden. Sie sind wie Chlorwasserstoffe Chlorverbindungen und entstehen unter ähnlichen Voraussetzungen. Die Giftigkeit dieser Verbindungen wird als sehr hoch eingestuft, laut dem Umweltbundesamt wird das Dioxin 2,3,7,8 TCDD, auch bekannt als „Seveso-Gift“, an Stärke nur noch von einigen Naturstoffen übertroffen. Durch Dioxine können Hautschädigungen, Störungen des Immunsystems, des Nervensystems, des Hormonhaushalts, der Reproduktionsfunktionen und der Enzymsysteme mit all ihren Folgen hervorgerufen werden.

 
 

Rauchmelder sind gesetzliche Pflicht !
Seit dem 12. Juli 2012 gilt in allen Wohngebäuden und Wohnungen eine allgemeine Rauchmelderpflicht, laut Landesbauordnung (LBauO) §44, Abs. 6. Danach ist je ein Rauchmelder in allen Schlafzimmern sowie auf jeder Fluretage anzubringen, die als Fluchtweg dient.

Weitere Informationen findest Du unter:
» http://www.rauchmelder-lebensretter.de


Funktionsweise von Rauchmeldern
Die meisten Rauchmelder für private Haushalte sind batteriebertrieben. Sie lassen sich demnach in ausnahmslos allen Haushalten problemlos nachrüsten. Die in Deutschland vertriebenen Rauchmelder arbeiten auf Basis eines optischen Signals, d.h. in einer Funktionskammer werden optische Messtrahlen von einem Geber ausgesendet, die ohne das Vorhandesein von Rauchgasen in der Luft nicht auf einen Empfänger treffen. Tritt nun Rauch in der Umgebungsluft auf, tritt dieser auch in die Funktionskammer des Rauchmelders ein. Hierdurch werden die Strahlen auf einen Empfänger reflektiert, welcher das Alarmsignal auslöst. Dieses Signal ist sehr laut und weckt in der Regel auch tief schlafende Menschen.

Teure oder günstige Rauchmelder ?
Der Unterschied zwischen teuren oder etwas günstigeren Rauchmeldern ist in der Funktionsweise nicht unterschiedlich. Mittlerweile werden neben Dioden als Geber auch Laser eingesetzt. Prinzipiell gibt es auch hier imense Preisunterschiede. Dennoch wird der Mehrperis oftmals durch die verbaute Batterie begründet. Während in günstigeren Modellen normale Batterien zum Einsatz kommen, sind die teuren Modelle mit Langzeitbatterien versehen. Diese Lithium-Zellen halten bis zu 10 Jahren - danach sollte ein Rauchmelder aus Sicherheitsgründe sowieso ausgetauscht werden

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